Willi Wohlrab
"Spiel - das kreative Medium in der Sprachvermittlung"
"Kreativni mediji za posredovanje jezikov"
 

Der Mensch ist nicht nur homo faber, sondern vor allem zuerst einmal homo ludens.

Spielen ist eine primäre Kulturform, die sich nicht selbst zu begründen braucht. Das Darstellende Spiel in seinen vielfältigen Ausdrucksformen ist wahrscheinlich das älteste Massenmedium der Menschheitsgeschichte und eigentlich nicht mehr wegzudenken, wenn der ganze Mensch, das ganzheitliche Erfassen von Lerninhalten jeglicher Art im Vordergrund der Tätigkeit des Lehrers steht.

„Spielen“ sollte als eine wichtige Lernmethode begriffen werden:

Das Spiel ist geprägt von aktiver, neugieriger Haltung, schöpferisch wird Neues erfunden, relativ angstfei können neue Erfahrungen gemacht werden.

Ein besseres Lernklima, eine effektivere Motivation kann man sich kaum vorstellen, als sie im Spiel gegeben ist.

In jedem Lernbereich können Spiele helfen, fördernde Erfahrungen zu machen:

... Entwicklung kommunikativer Kompetenz, etc. ...

Wir können jedoch nicht ganz einfach vor uns hinspielen, wir müssen eine Spieldidaktik entwickeln: „...eine Spieldidaktik als Balance zwischen spielerischer Eigendynamik und pädagog. Arrangement, bei zeitweiliger Freistellung der Ziele und Zwecke. Denn das Spiel selbst leistet Didaktisches, nämlich die Transformation subjektiver Interessen – und das in eigener Regie – im Umgang mit sich selbst und der Welt.“ Unter spieldidaktischem Handeln verstehen wir im weitesten Sinne  „...positive zeit –räumliche Rahmenbedingungen herstellen und attraktive – im materiellen und thematischen Sinn – Spielinhalte in den handhabbaren Horizont der Kinder bringen.“ (Zitat: Norbert Kluge, deutscher Spielpädagoge)

Fertige Spiele und Spielideen  sind immer als Modelle anzusehen, die manchmal wie „Rezepte“ aufgehen, meistens aber den Bedürfnissen, dem Alter, der Spielbereitschaft, dem Lernstatus und der Aufnahmebereitschaft der Kinder eigens angepasst werden müssen.

Verschiedenheiten in den Lerngruppen, Klassen ergeben sich außerdem aus den unterschiedlichen Lebensbereichen, dem sozialen, kulturellen und intellektuellen Umfeld, der Intelligenz und der Gruppenzusammensetzung.

Ein nicht unwesentlicher Faktor ist, dass die Lehrperson von der Gruppe als SpielleiterIn akzeptiert werden muss. Wo schon der normale Unterricht chaotisch abläuft, ist an geregeltes Spiel nicht zu denken.

Und selbst wenn alle Voraussetzungen stimmen, ...

Spielformen (im Rahmen des nachmittäglichen workshops):
warming up–Spiele
Sensibilisierungsübungen
Erzähl- u. Diskussionsspiele
Gelenkte bis
Freie Improvisationen