Im Jahr 2000
wagten wir uns -
unterstützt aus Mitteln der EU - an die Produktion
eines zweisprachigen Musicals mit Jugendlichen. Die meisten
Mitwirkenden waren zuvor schon Mitglieder
des KUGA-Kinderchores gewesen uns seit einiger Zeit im unserem Jugend-Gesangsensemble
"da capo"
aktiv.
Sie hatten schon an
den vorhergehenden Produktionen mit
Kindern teilgenommen und wollten
unbedingt "weiter machen".
Da die meisten Mitwirkenden weiblich waren, musste ein passendes Stück gefunden
werden. Die Geschichte von Lysistrate, die die Frauen Athens
zur Verweigerung
aufruft, um den Krieg gegen Sparta zu beenden, bot
sich
an.
Auch für die
männlichen
Rollen wurden
engagierte Mitspieler gefunden und
letztendlich wollten auch "die Alten" (über 30) mitspielen.
Mit dieser Produktion konnten wir dank EU-Unterstützung auf Tournee zu der
Sorbischen
Minderheit
in Deutschland und zu den Kärntner
Slowenen gehen. Unser Konzept der Zweisprachigkeit wurde hier interessiert
und begeistert aufgenommen. Es wurde als nachahmenswert eingeschätzt.
Für die in Wien lebenden Burgenländischen Kroaten konnten wir ebenfalls eine
Aufführung organisieren. Begeisterte Zuschauer ermöglichten uns einen weiteren
Auftritt in Linz.
Für die zuschauenden und natürlich besonders für die
teilnehmenden Jugendlichen bot die Produktion einen
hohen Identifikationswert in Bezug auf ihre
(Minderheiten-) Muttersprachen.
Der Zugang der
Jugendlichen zur kroatischen Sprache und die Sprachkompetenz wurden durch das
gemeinsame Projekt über mehrere Monate gefördert. Die kroatische Sprache als
erfolgreiches kreatives Medium zu erleben, verbesserte deutlich das Image dieser
Minderheitensprache bei den Jugendlichen - in Folge ergibt sich eine Festigung
der Identität der kroatischsprachigen Jugendlichen als Mitglieder der
kroatischen Volksgruppe. Die rein deutschsprachigen Jugendlichen lernten die
kroatische Sprache in angenehmem Umfeld kennen. Auch hier wurde der positive
Zugang zu der burgenländisch kroatischen Volksgruppe gefördert.
gefördert aus Mitteln der Minderheitenförderung
des BKA und der Europäischen Union